Funktionale Programmierung: Erklärung & Beispiel


Obwohl die Wurzeln der funktionalen Programmierung bis in die 1930er-Jahre zurückreichen (als Teil der mathematischen Grundlagenforschung), erfreut sich die funktionale Herangehensweise immer noch großer Beliebtheit, vor allem im technischen und mathematischen Bereich. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe:

  • umfangreiche Möglichkeiten zur algebraischen Programmtransformation
  • umfangreiche Möglichkeiten zur algebraischen Programmsynthese
  • einfache semantische Analyse-Möglichkeiten dank des Verzichts auf „innere Zustände im Berechnungsprozess“ und „Seiteneffekte“.
  • Wegfall innerer Zustände: Es sind, anders als bei der imperativen Programmierung, keine inneren Zustände eines Berechnungsprozesses erforderlich.
  • Verzicht auf Seiteneffekte: Auch auf die zu den inneren Zuständen gehörenden Zustandsänderungen, die sogenannten Seiteneffekte, kann beim funktionalen Arbeiten verzichtet werden.

Funktionale Programmierung bietet ein hohes Maß an Abstraktion, denn sie basiert auf dem mathematischen Begriff und Prinzip der Funktion. Bei sauberer Anwendung führt diese Art des Programmierens zu sehr präzisem Code. Aus möglichst vielen kleinen, wiederholt nutzbaren und sehr spezialisierten Einheiten, den Funktionen, wird ein Programm zur Lösung einer wesentlichen größeren Aufgabe erstellt.

Es gibt also zahlreiche praktische Gründe, warum die funktionale Programmierung und die mit diesem Prinzip arbeitenden funktionalen Programmiersprachen bis heute eine besondere Stellung innerhalb der Informatik einnehmen, vor allem, wenn es um komplexe mathematische Aufgabenstellungen und Algorithmen geht. Gleichzeitig sorgen die sehr speziellen Anwendungsgebiete dafür, dass funktionale Programmiersprachen so etwas wie ein Nischendasein führen.



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