LibreOffice vs. OpenOffice: Welches kostenlose Office-Paket ist besser?


Direkt vorweg: Alles begann mit OpenOffice. Den Ursprung nahm die Anwendung als kommerzielles Office-Produkt des deutschen Unternehmens Star Division. Das Unternehmen brachte bereits 1995 mit StarOffice 3.0 eine Office-Lösung für Windows, OS/2 und Mac auf den Markt. Star Division wurde 1999 vom kalifornischen Sun Microsystems gekauft – im selben Jahr erschien daraufhin das kostenlose Sun StarOffice 5.2. Dies war die Vorstufe von OpenOffice, da ein Jahr später der Quelltext von StarOffice freigegeben wurde, sodass Entwickler diesen einsehen und für ihre Zwecke nutzen konnten.

Damit war OpenOffice.org geboren und die Verbreitung der kostenlosen Software nahm ihren Lauf. OpenOffice ist durch den offenen Quelltext eine sogenannte Open-Source-Applikation, was sich in der Namensgebung widerspiegelt. Das bedeutet, dass Nutzer durch Zugriff auf den Quellcode selbst Anpassungen vornehmen oder Teile des Codes von OpenOffice für eigene Zwecke nutzen können.

10 Jahre nach der Entstehung von OpenOffice wurde Sun Microsystems vom Branchenriesen Oracle gekauft, womit 2011 auch das mittlerweile von StarOffice zu Oracle Open Office benannte Produkt eingestellt wurde und damit die kommerzielle Variante der Office-Lösung verschwand. OpenOffice wurde zu diesem Zeitpunkt zu Apache OpenOffice.org umbenannt.

Die Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle markiert zugleich den Start von LibreOffice: Da das US-Unternehmen Oracle einen kommerziellen Nutzen anstrebte, wanderten Teile der Entwickler ab, gründeten in der Folge eine eigene Stiftung namens „The Document Foundation“ und setzen ihre Vision des OpenOffice-Projekts seitdem unter dem Namen LibreOffice fort. Laut einer Analyse der Foundation gab es 2018 rund 200 Millionen LibreOffice-Nutzer weltweit, von denen eine große Anzahl aus Linux-Nutzern besteht.



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