Professionelle Produktfotografie für Restaurants & Cafés


Wenn Sie sich entschieden haben, welche Produkte Sie in Szene setzen möchten, überlegen Sie sich ein passendes Arrangement, stellen Sie sich das fast wie ein kleines Drehbuch vor: Was muss und gehört wohin, welche Gegenstände gehören dazu, um eine erwünschte Stimmung zu unterstreichen, oder das Produkt „leben“ zu lassen. Was lenkt von der Aussage ab? Wie wird sich der Gast am ehesten wohlfühlen? Der beste Ratgeber ist zuallererst der eigene Geschmack und die Fähigkeit, sich in den Restaurantbesucher hineinzuversetzen.

Die darzustellenden Lebensmittel sollten absolut frisch sein, sie sehen dann auch gekocht besser aus. Alles was gekocht wird, nicht zerkochen. Teile von Obst und Gemüse machen sich roh hervorragend als Dekoration, sowohl im Stück als auch schon geschnitten – je nach Sorte. Aber Vorsicht: Viele Obstsorten werden nach dem Aufschneiden an den Schnittflächen schnell bräunlich. Auch äußerlich darf Obst keine untypischen Verfärbungen oder Druckstellen aufweisen, Kräuter keine schlaffen Blätter. Das gilt natürlich auch für Blumen und Gestecke. Verstreute Blütenblätter müssen Absicht sein, z. B. für eine Festtagstafel.

Benutzen Sie nur völlig saubere Gläser, Geschirr und Besteckteile, am besten alles poliert. Auf Bestecken und Gläsern gibt es schnell unschöne Fingerabrücke, also Handschuhe an! Bei Gläsern oder Flaschen läuft man als Fotograf immer Gefahr, selbst inklusive Kamera gespiegelt mitabgebildet zu sein, vor allem, je dichter man dem Objekt kommt.

Teller sollten nicht mit Speisen überladen werden, aber auch ein „Klecks“ kann schnell lächerlich wirken („So wenig gibt es für mein Geld“). Wichtig ist, dass alle Bestandteile eines Gerichts oder Menüs präsent sind. Fertigen Sie von Ihrem hauseignen 7-Gänge-Verwöhn-Menü auch Einzelaufnahmen aller Bestandteile an. Schnell ist ein Bild überfrachtet, und es sind nicht alle Bestandteile gleichwertig präsentiert. Suchen Sie die spannende Stelle des Gerichts, z. B. eine angeschnittene Seite einer Lasagne, einer Roulade oder eines Kuchenstücks.

Eine wichtige Rolle spielt die Perspektive der Aufnahme. Verschiedene Untersuchungen haben ergeben, dass der Blick sitzend auf den Tisch am meisten einladend wirkt. Dabei bieten sich Arrangements in Form des gedeckten Tischs an. Aber auch der Blick von oben auf den gedeckten Tisch oder den Teller können sehr einladend wirken, wie vielfach auf Instagram zu sehen. Beim eigentlichen Shooting sollte die Aufnahmeperspektive sowohl behutsam in der Höhe und Seite geändert als auch radikal anders ausprobiert werden. Gleiches gilt für das Licht. Aufnahmen mit dem Licht und wenigen Schatten wirken natürlich und lebensnah. Aufnahmen im Gegenlicht schaffen Dramatik, aber ebenso die Gefahr, dass Wesentliches nicht gut erkennbar ist. Ebenso lohnt sich das „Spielen“ mit farbigen oder Schwarz-Weiß-Aufnahmen.

Wenn Sie zusätzlich nicht selbst erstelltes Bildmaterial nutzen, achten Sie auf den korrekten Umgang mit dem Urheberrecht, um Abmahnungen zu vermeiden. Unser Ratgeber Bildrechte im Netz stellt die Basics dafür zur Verfügung.



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