Festplatte-Klonen unter Windows – so einfach geht´s!


Für das Klonen einer Festplatte müssen bestimmte technische Voraussetzungen erfüllt sein. So sollte die neue Festplatte mindestens so viel Speicherplatz bieten wie der alte Datenträger. Soll eine Notebook-Festplatte auf eine neue SSD transferiert werden, benötigt man ein externes Festplattengehäuse oder SATA-auf-USB-Kabel. Es gibt auch bezahlbare Dockingstationen, in die man eine SSD steckt und per USB an den Rechner anschließt. Ist die Ziel-SSD bereits in einen stationären PC eingebaut, sind externe Verbindungen natürlich überflüssig.

Ein einfacher Festplatten-Klon mit Nutzerdaten ist schnell erstellt, in der Regel gibt es beim Einsatz geeigneter Software kaum Probleme. Soll ein System geklont werden, wird es komplizierter. Nach dem Transfer muss sichergestellt sein, dass der neue Datenträger bootfähig ist und beim Booten auch erkannt wird. Bei sehr aktueller Speicher-Hardware kann es z. B. vorkommen, dass Windows entsprechende Treiber benötigt, um diese beim Hochfahren initialisieren und einbinden zu können. Für eine manuelle Installation stehen geeignete Treiber in der Regel auf den Internetseiten der Festplattenhersteller bereit.

Zudem müssen möglicherweise für die Bootvorgänge mit der neuen Hardware bestimmte Einstellungen im BIOS vorgenommen werden und beispielsweise die neue Festplatte als primäres Bootmedium bestimmt werden. Geht es um die Verpflanzung eines Betriebssystems, sollte man auch ein Wiederherstellungsmedium (z.B. Windows-DVD) bereithalten, um eventuell anfallende Reparaturarbeiten durchführen zu können.

Die Migration eines Betriebssystems kann man zum Anlass nehmen, dieses aufzuräumen und zu verschlanken. Wird Windows längere Zeit genutzt und nicht regelmäßig aufgeräumt, entstehen oft größere überflüssige Datenbestände – z. B. in temporären Installationsverzeichnissen oder im Browser-Cache. Alte Netzwerkverknüpfungen laufen dann ins Leere, da sie ihr Ziel nicht mehr finden. Bookmark-Listen enthalten Links, die längst nicht mehr von Nutzen sind.

Nach der Migration und dem vorangegangenen Ausmisten steht ein optimiertes System mit besserer Performance und übersichtlicherer Bedienung zur Verfügung. Natürlich geht der Klon-Vorgang bei geringeren Datenmengen auch schneller vonstatten. Ein zeitsparender Umzug des Betriebssystems lohnt sich allerdings nur, wenn das aktuell genutzte Windows sauber und problemfrei läuft. Ansonsten ist es besser, ein neues Betriebssystem aufzusetzen und auf das Klonen des alten Problemkandidaten zu verzichten.

Bevor Sie eine Software für das Klonen starten, sollten Sie nach Möglichkeit nicht benötigte Datenträger vom System abmelden. Ansonsten kann es schlimmstenfalls passieren, dass ein falsches Ziellaufwerk ausgewählt und unumkehrbar überschrieben wird. Zudem wird der gesamte Klon-Vorgang mit wenigen beteiligten Datenträgern gerade für unerfahrene Anwender übersichtlicher.

Im Vorfeld einer geplanten Migration sollte man sich auch präventiv vor Datenverlust schützen. Es empfiehlt sich die Sicherung aller oder zumindest der wichtigsten Daten auf einem Backup-Medium, das nicht am Klonen beteiligt ist. Denn Verluste z. B. überschriebener oder beschädigter Daten sind nach Kopieren einer Festplatte normalerweise nicht wieder rückgängig zu machen. Wer eine gebrauchte Festplatte nutzen möchte, sollte sich deren Datenbestand vorher genau anschauen und gegebenenfalls alte Daten sichern. Auch lässt sich mit einer Sicherungskopie schnell wieder zum Ausgangszustand zurückkehren.

Wenn man sichergehen möchte, dass der Klon einwandfrei läuft und im Notfall wirklich alles reibungslos funktioniert, ist eine weitere Vorbereitungsmaßnahme sinnvoll: Windows 10 kann mit Bordmitteln nach Laufwerksfehlern suchen und gefundene Fehler beheben. Das Tool erreicht man unter:

Laufwerkssymbol im Explorer (z. B. Laufwerk: „Daten“, Buchstabe: „I:“) rechter Mausklick Eigenschaften Registerkarte „Tools“ Fehlerüberprüfung Mausklick auf „Prüfen“



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