Legacy Code: Definition, Probleme und Umgangsformen


Warum wird Legacy Code überhaupt verwendet, wenn er doch eine ganze Reihe von Nachteilen mit sich bringt? Ganz einfach aus dem Grund, dass er sich nicht immer vermeiden lässt: Es kommt häufig vor, dass im Laufe eines Projekts ein neuer Programmierer die Instandhaltung und Weiterentwicklung des Codes übernimmt. Während der ursprüngliche Entwickler den Code wohl in den meisten Fällen intuitiv verstanden hat, müssen sich neue Team-Mitglieder dieses Verständnis erst erarbeiten. Dabei kann es vorkommen, dass Teile des Codes übergangen werden oder nicht komplett verstanden werden.

Wenn ein Code über viele Jahre von vielen verschiedenen Programmierern gepflegt, verbessert und anderweitig bearbeitet wird, kann aus dem Code im Laufe der Zeit ein Flickenteppich werden, der immer schwerer zu verstehen und zu verändern ist. Das Problem dabei: Ab einem gewissen Punkt können nötige Aktualisierungen oder Veränderungen nicht durchgeführt werden, wenn der Code und seine Auswirkung von niemanden mehr verstanden werden.

Ein weiterer Nachteil von Legacy Code: Regressionstests, also automatisierte Tests, lassen sich aufgrund der zu sperrigen, unhandlichen und flickenhaften Programmierung nicht durchführen. Entwickler, die es mit Altcode zu tun bekommen, haben also einen wesentlich höheren manuellen Prüfungsaufwand. Fehler sind schwieriger zu beheben, Updates komplizierter umzusetzen.



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