System Calls: Darum sind Systemaufrufe so wichtig


Die Notwendigkeit von Systemaufrufen ist eng an das moderne Betriebssystemmodell mit Benutzermodus und Kernelmodus gebunden, das als Antwort auf die steigende Zahl an gleichzeitig ablaufenden Prozessen im Hauptspeicher (Arbeitsspeicher) von Rechnern eingeführt wurde. So besitzt jeder einzelne Prozess eigene Daten mit speziellen Zugriffsberechtigungen und nur bei einer fairen Aufteilung der Ressourcen ist eine ordnungsgemäße Ausführung von System und Anwendungsprogrammen möglich.

Der höher privilegierte Kernelmodus ist hierbei die entscheidende Steuerinstanz, denn in ihm werden – wie bereits angedeutet – nicht nur alle Dienste und Prozesse des Systems selbst ausgeführt, sondern auch systemkritische Aktionen von Anwendungsprogrammen, die im Benutzermodus blockiert sind. Voraussetzung ist der passende System Call durch das jeweilige Programm, wobei es in den meisten Fällen ganz einfach um den Zugriff auf Rechenleistung (CPU) oder die Speicherstrukturen (Arbeitsspeicher und Festplattenspeicher) geht. Benötigt eine Anwendung also beispielsweise mehr Rechenpower oder Speicherplatz oder wird eine anwendungsfremde Datei (Öffnen, Lesen, Bearbeiten etc.) angefordert, sind System Calls unverzichtbar.



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