OpenShift vs. OpenStack: Überblick & Vergleich


Eigenschaft

OpenShift

OpenStack

Bezugsquelle der Software

Neben den von Red Hat angebotenen Enterprise-Versionen steht mit OKD eine frei verfügbare Community-Edition zur Verfügung.

Die Entwicklung von OpenStack unterliegt der Community, geleitet durch die OpenInfra Foundation. Neben der offiziellen, frei verfügbaren Version bieten große IT-Häuser kostenpflichtige Distributionen an.

Deployment-Modell

Multi- und Hybrid-Cloud Deployments sind möglich, jedoch ggf. komplex. Es lohnt sich, auf standardisierte Deployment-Mechanismen zurückzugreifen.

OpenStack wird oft „On-premises“ auf der eigenen Recheninfrastruktur betrieben. Das Deployments aufwendig sind, stehen angepasste Distributionen großer Anbieter samt dediziertem Support zur Verfügung. Ferner gibt es verschiedene Cloud-basierte Ansätze und Managed-Lösungen.

Unterstützte Cloud-Plattformen

Als Self-managed Lösung lässt sich OpenShift auf praktisch jeder Infrastruktur betreiben. Als Managed-Lösung läuft die Software auf den Cloud-Plattformen AWS, Azure, Google Cloud und IBM Cloud.

OpenStack läuft auf so ziemlich allen Cloud-Plattformen in virtuellen Maschinen, sowie auf „Bare metal“-Maschinen per Hypervisor. Ferner lassen sich die Komponenten in Container-Umgebungen aller großen Anbieter installieren.

Installation

Benötigt Cluster bzw. Cloud-Umgebung für Installation.

Die Installation der OpenStack-Controller erfolgt entweder On-premises, oder auf von einem Anbieter bereitgestellter Infrastruktur.

Releases

Es finden bis zu drei Releases pro Jahr statt.

Regulär gibt es zwei Releases pro Jahr.

Update-Verwaltung

Updates werden durch den „Cluster Version Operator“ vereinfacht.

Updates sind komplex und bergen ein Risiko, das System zu beschädigen. Updates der einzelnen Komponenten müssen in einer bestimmten Reihenfolge vorgenommen werden.

Image-Verwaltung

Red Hat’s eigene „Quay“ Container-Registry enthält auf Schwachstellen überprüfte Container-Images.

Die „Glance“-Komponente verwaltet die bei der Provisionierung des Systems genutzten VM-Images.

Nutzung von Templates

Neben den OpenShift-eigenen Templates kommen mächtige „Operators“ zum Einsatz, um Deployment und Betrieb von Anwendungen zu standardisieren.

Die Deployment von OpenStack wird durch Industrie-Tools wie Chef, Puppet und Ansible erleichtert und reproduzierbar gemacht. Ferner existieren Helm- bzw. Charms-basierte Tool für das Deployment in Containern.

Netzwerk-Verwaltung

OpenShift unterstützt Software-defined-networking (SDN), inklusive Overlay-Netzwerke via Open vSwitch (OVS).

OpenStack’s „Neutron“-Komponente stellt SDN nach dem „Networking-as-a-service“ (NaaS) Modell zur Verfügung.

Web-Schnittstelle

Die ausgefeilte, komfortable Web-Schnittstelle von OpenShift gilt als eine der besten der Industrie.

Mit dem „Horizon“ Dashboard steht ab Werk eine erprobte Web-Oberfäche zur Verwaltung von OpenStack zur Verfügung.

Integrierte CI/CD-Pipeline

Nutzten ältere Versionen noch den Industriestandard „JenkinsÚ, kommt mittlerweile standardmäßig das neuere „Tekton“ zum Einsatz.

Da der Fokus von OpenStack primär auf der Provisionierung virtualisierter Ressourcen liegt, ist von Haus aus keine dedizierte CI/CD-Lösung integriert.

Lernkurve

OpenShift gilt als leichter zu handhaben, als „nacktes“ K8s. Kommt eine Managed-Lösung zum Einsatz, lässt sich die Software relativ flüssig nutzen.

Aufgrund der Komplexität von OpenStack gilt die Lernkurve als recht steil. Die Vielzahl der einzelnen Komponenten bedingt ggf. ein neues Einlernen bei Bereitstellung zusätzlicher Funktionalität.

Sicherheitsfeatures

Die umfangreichen Sicherheitsfeatures zählen zu den herausragenden Vorteilen beim Einsatz von OpenShift.

Die „Keystone“-Komponente stellt grundlegende Funktionen zur Authentifizierung und Autorisierung der Nutzer bereit.

Enterprise-Nutzung

Die Software wird von mehr als zweitausend Organisationen weltweit eingesetzt. Viele große IT-Firmen haben spezielle OpenShift-Lösungen im Angebot.

Große IT-Firmen bieten spezifische Distributionen und Support für OpenStack an. Dazu gehören u. A. Red Hat, VMware, IBM, SUSE, Canonical, OVH, Rackspace, Mirantis und Dell.



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