Vendor Lock-In: ein ernstzunehmendes Risiko bei Nutzung der Cloud


Die einfachste technische Maßnahme zur Vermeidung von Vendor Lock-In liegt darin, keine proprietären Systeme und Formate zu verwenden. Setzt man konsequent auf offene Standards und freie Software, ist man per Definition nicht von einem einzelnen Anbieter abhängig. Jedoch führt selbst dieser Ansatz bei Nutzung der Cloud nicht zum Erfolg, wenn man die Kontrolle über die Hardware-Ressourcen abgegeben hat.

Glücklicherweise wurden in den letzten Jahren mächtige Orchestrierungs-Tools erschaffen, die genau an diesem Punkt ansetzen. Dazu zählen OpenShift und Terraform. Diese Tools dienen als abstrakte Zwischenebene und entkoppeln die eigenen Anforderungen an eine IT-Infrastruktur von der darunter liegenden, Anbieter-spezifischen Schicht. So wird es möglich, eine gesamte IT-Infrastruktur über mehrere Clouds verteilt aufzubauen.

Das Stichwort hierbei ist „Infrastructure-as-Code“ (IaC). Wohlgemerkt: „Code“, nicht „Service“. Während ein Service gemietet wird, verbleibt Code unter der eigenen Kontrolle. Im Code werden die gewünschten Strukturen definiert. Diese beinhalten einzelne Komponenten, sowie die Verbindungen zwischen ihnen. Neben der damit einhergehenden expliziten Dokumentation der Systeme im Code, ergeben sich weitere entscheidende Vorteile.

Aus den im Code abstrakt definierten Strukturen provisioniert die Orchestrierungs-Software korrespondierende IT-Systeme. Es ist möglich, die einzelnen Komponenten über mehrere Clouds zu verteilen. Dies funktioniert für Cloud-Infrastrukturen verschiedener Anbieter, sowie private Clouds im eigenen Unternehmen. Die damit einhergehende Reduktion der Wechselkosten trägt erheblich zum Schutz vor Vendor Lock-In bei.



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