Pathping | So funktioniert der pathping-Befehl


Häufig wird im Zusammenhang mit dem Datenverkehr im Internet der Begriff „Netzwerklatenz“ verwendet. Dieser bezieht sich auf die Zeitspanne, die ein Datenpaket vom Sender bis zum Empfänger benötigt. Eine lange Verzögerung ist besonders kritisch für datenhungrige Anwendungen.

So kann eine langsame Verbindung etwa das Spielerlebnis bei einem Online-Game erheblich beeinträchtigen oder beim Videostreaming zu Bildrucklern oder gar Bildaussetzern führen. Auch Videokonferenzen und VOIP-Anrufe leiden merklich unter einer hohen Netzwerklatenz. Ebenfalls negativ wirkt sich ein zu langsamer Datenverkehr beim Aufruf einer Website aus. Bei Online-Shops beispielsweise kann das Einkaufserlebnis durch Wartezeiten getrübt werden. Ein zweites Netzwerkproblem sind Verluste von Datenpaketen, die sich merklich auf die Effizienz und die Geschwindigkeit des Informationsaustausches in lokalen, nationalen und internationalen Netzwerken auswirken können. Auch hierbei kann pathping helfen.

Um Netzwerkprobleme wie Verkabelungsfehler, Datenpaketverluste und Geschwindigkeitseinbußen aufzuspüren, ist pathping ideal. Bei der Netzwerkanalyse verschickt das Diagnosetool in einem definierten Zeitraum eine bestimmte Anzahl an Testpaketen an einzelne Zwischenstationen (Hops genannt). Jeder Hop auf dem Weg bis zum angegebenen Adressaten (z. B. eine Webseite im Internet) erhält insgesamt 100 ICMP-Echo-Pakete. Die adressierten Zwischenstationen (z. B. Router) schicken die Datenpakete per Internet Protocol dann wieder zurück.

Nach Auswertung solcher Pings erstellt pathping eine Statistik, die die Zwischenstationen und den Weg eines Datenpakets aufzeigt. Die Paketumlaufzeiten (RTT = Round Trip Time) für die Hin- und Rückreise eines Datenpakets von der Quelle bis zum Ziel werden ebenfalls dokumentiert. Datenverluste, Funktions- und Übertragungsprobleme sind dadurch schnell identifiziert. So können etwa überlastete oder nicht mehr voll funktionsfähige Router und Computer ausfindig gemacht werden, die den Datenverkehr behindern und ausbremsen.



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