Unix vs. Linux – ein Vergleich: Merkmale, Vor- und Nachteile


Aufgrund seiner kaum zu übersehenden Vorteile nimmt die Verbreitung von Linux kontinuierlich zu. So zeichnet sich Linux durch eine breite Hardware-Unterstützung, Quelloffenheit, freie Verfügbarkeit (CDs, DVDs, Download via Internet), Kostenfreiheit auch bei mehreren Installationen, schnelle Weiterentwicklung und gute Erweiterbarkeit aus – ebenso durch eine optimale Anpassbarkeit an die Hardware sowie an bestimmte Anwendungsumgebungen und Anforderungsprofile. Außerdem erleichtert die POSIX-Kompatibilität die Migration von alten Unix-Systemen, was ebenfalls zur Verbreitung von Linux beiträgt.

Linux ist aktuell vor allem im Server-Bereich sehr beliebt. Schätzungen zufolge soll mindestens die Hälfte aller Server auf der Basis von Linux-Betriebssystemen laufen. Speziell für den Server-Markt gibt es auch kostenpflichtige Versionen (Red Hat Enterprise Linux) mit einem besseren, aber teils auch recht teuren Kundensupport. Verbreitet ist Linux außerdem im Mobilbereich. Bei dem bekannten Google-Betriebssystem Android handelt es sich um eine Distribution mit modifiziertem Linux-Kernel. Kleingeräte (z. B. Handys, Mini-Computer, Router) nutzen häufig abgespeckte Linux‑Versionen (Embedded Linux-Systeme).

Im Desktop-Bereich spielt Linux eine untergeordnete Rolle. Das Betriebssystem ist zwar schon seit 2009 auf dem dritten Platz bei den weltweit beliebtesten PC-Betriebssystemen. Doch von der Platzierung an sich darf man sich nicht täuschen lassen, denn im Juli 2020 betrug der Marktanteil an den weltweiten Page Views nur 1,9 % (die Daten wurden anhand der Internetnutzung mit Desktop- und Notebook-PCs erhoben, Smartphones und Tablets wurden nicht berücksichtigt).

Zwar konnte man den kostengünstigen Linux-Desktop in Nischen bereits etablieren (z. B. bei staatlichen Einrichtungen und Organisationen). Insgesamt gilt Linux aber immer noch als bevorzugte Lösung für Bastler, ambitionierte PC-Nutzer und IT-Profis, die z. B. von US-Konzernen unabhängig sein wollen und auch mit der Kommandozeile umgehen können. Offenbar scheuen viele Nutzer auch den Umstieg weg von Windows oder macOS. Viele Anwender möchten sich offenbar nicht zeitintensiv in ein neues Betriebssystem einarbeiten und auch nicht auf andere Anwendungsprogramme umsteigen.



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